Fassade / Althaussanierung

Dekorative Giebelgestaltung

Wohnhausgiebel im Hochsauerland mit hinterlüfteter Schieferfassade aus MaSpana Schiefer.
Die Bekleidung einer Giebelwand durch eine hinterlüftete Schieferfassade ist eine langzeitbewährte Maßnahme zur Werterhaltung des Hauses. Dieses Fassadensystem ist funktionsbeständig, bauphysikalisch optimal und bei architekturkonformer Gestaltung optisch ansprechend. Eine Schieferfassade schützt den Wandbaustoff dauerhaft gegen Niederschlag und Spannungsrisse, reduziert den Wärmedurchgang und verbessert den sommerlichen Wärmeschutz. Schiefer ist gemäß Produktdatenblatt ein wasserdichter Baustoff.
Wohnhausgiebel im Hochsauerland mit hinterlüfteter Schieferfassade aus MaSpana Schiefer.
Giebelbeschieferungen werden meistens nach ästhetischen Kriterien gestaltet. Vorrangig sind allerdings die für hinterlüftete Außenwandbekleidungen relevanten baurechtlichen Bedingungen und Fachregeln der Gewerke. Eine Schieferfassade muss funktionsbeständig hergestellt werden und unter normalen Wetterbedingungen (treib)regensicher sein. Die dazu erforderlichen Überdeckungen müssen auch im Bereich kleinteiliger Ornamente eingehalten werden.
Baukünstliche Gestaltung der Giebelbekleidung durch ein figürliches Ornament.
Diese Giebelbekleidung ziert ein Wohnhaus im Hochsauerlandkreis, nahe Meschede. Das Haus hat ein steiles Schieferdach mit handwerklich perfekt ausgebildeten Dachdetails. Der zweigeschossige Dachraum wird bewohnt.

Die Giebelwände des Satteldaches sind eine Fachwerkkonstruktion mit Hintermauerung aus Porenbetonsteinen und raumseitiger Putzschicht. In den Fachwerkgefachen befindet sich eine Füllung aus 12 cm dicker Mineralfaserdämmung und davor eine Außendämmung aus 6 cm dicken Polyurethanplatten. Die Unterkonstruktion der Schieferfassade besteht aus Grundlatten 3/5 cm, die mit zugelassenen Befestigungsmitteln durch die PUR-Dämmung hindurch in den Fachwerkhölzern befestigt sind, und aus der 24 mm dicken Holzschalung.
Gliederung der Giebelbekleidung durch lineare Ornamentketten.
Die Bretter der Holzschalung enden unter den Dachüberständen im Abstand einer Spaltlüftung. Damit die Enden der Bretter beim Nageln der Schiefer ein Auflager haben und nicht federn, wurden Abschnitte aus Latten 3/5 cm im Abstand von einigen Zentimetern entlang der Dachüberstände zwischen den Konterlatten befestigt. Die zwischen den Konterlatten vorhandene Luft kann durch die Zwischenräume der Lattenabschnitte und den Lüftungsspalt nach außen entweichen. Die Entlüftung der Luftschicht wird zusätzlich durch die offenen Schalungsfugen und Vordeckung der Bretter mit diffusionsoffenen Unterdeckbahnen unterstützt.
Gliederung der Giebelbekleidung durch lineare Ornamentketten.
Verwendet wurden Schuppen der Größe 20 x 15 cm und dazu passende Spitzwinkelschablonen. Die Schieferfassade ist durch zwei Ornamentketten und gegenläufige Decksteingebinde vertikal gegliedert; die Fensterleibungen sind durch beispielhafte Endortgebinde eingefasst.
Einfassung der Fenster durch Endortgebinde.
Blickfang ist ein figürliches Ornament von respektabler Größe, dessen künstlerische Ausformung eine perfekte Handhabung des Schiefers bekundet. Bei der Planung figürlicher Ornamente stellt sich die Frage, wie die Konturen der Figur maßstäblich und natürlich wirkend auf die Giebelwand übertragen werden können. Mehrer Möglichkeiten stehen zur Wahl. Hier wurde eine in den Schieferfachregeln ausgedruckte Vorlage zunächst digital fotografiert und danach das Motiv in der Werkhalle mittels Diaprojektor in der gewünschten Größe auf eine Papierfläche projiziert. Die projizierten Konturen der Figur konnten dann mit Bleistift auf die Papierfläche übertragen und diese an der Giebelwand in der vorgesehen Position befestigt werden. Ein auf der Papiervorlage deckungsgleich montiertes Duplikat ermöglichte im laufenden Arbeitsgang das Ausschneiden der Einzelkonturen, um die Elemente der Vorlage maßgenau zurichten zu können.
Wandquerschnitt
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Schiefergruben
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