Sanierung

Eine energetische Dachsanierung

Sanierungen

Das Wohnhaus mit energetisch saniertem Dachgeschoss und Altdeutscher Schieferdeckung.
Typisch für die Bautradition des Sauerlandes ist der Wohnhausbau in Fachwerk mit Steildach und Schieferdeckung. So auch die Architektur des hier gegenständlichen Hauses.

Das freistehende Wohnhaus hatte von Anfang an ein zu Wohnungen ausgebautes Dachgeschoss und ein Schieferdach aus westfälischem Schiefer.

Im Jahre 2008 bedurfte das Schieferdach einer Neudeckung. Da auch eine Wertsteigerung der Dachgeschosswohnungen nach heutigem Standard angestrebt wurde, mussten vor Beginn der Schieferdeckungsarbeiten energetische Baumaßnahmen wie Einbau energiesparender Fenster, Verlegung einer Wärmedämmung und die dazu notwendigen holzkonstruktiven Arbeiten ausgeführt werden.
Gauben mit eingehenden Wangenkehlen.
Große Bedeutung wurde dabei der energieeffizienten Ausbildung des Dachsystems durch eine optimale Wärmedämmung beigemessen. Die in den Sparrenfeldern nur 7 cm dicke mineralische Wärmedämmung entsprach längst nicht mehr den Anforderungen. Auch war die Wärmedämmschicht, bedingt durch ihre Anordnung zwischen den Sparren oder anderen Konstruktionshölzern sowie abseitiger Hohlräume nicht flächendeckend. Das Dachtragwerk bildete zahlreiche Wärmebrücken.
Gauben mit eingehenden Wangenkehlen.
Da die Hohlräume zwischen den Sparren wegen der Dachschalung und inneren Deckenbekleidung weder von innen noch außen zugänglich waren, wurde eine Aufsparrendämmung aus 120 mm dicken, kaschierten PUR-Dämmplatten, nebst der nach heutigem Stand der Technik bauphysikalisch erforderlichen Baustoffschichten aufgebracht.

Dadurch wurde der in der Energieeinsparverordnung (EnEV) für Steildächer von bestehenden Gebäuden festgeleg- te obere Grenzwert des Wärmedurch- gangskoeffizienten Umax 0,3 (W/m2K) deutlich unterschritten.

Die Aufsparrendämmung veränderte die Konstruktionshöhe der Dachränder sowie die Anschlusshöhe rings um Gauben, Fenster und Schornsteinkopf. Dies wurde holzkonstruktiv ausgeglichen und abschließend eine neue Dachschalungsebene und Vordeckung hergestellt.
Gauben mit eingehenden Wangenkehlen.
Die Neudeckung des Daches erfolgte mit Fredeburger Schiefer® in Altdeutscher Rechts- und Linksdeckung mit Decksteinen im normalen Hieb der Gattungshöhen 28 – 36 cm. Die Schleppgauben mit senkrecht stehenden, geschweiften oder schräg gestellten Wangenflächen sind mit Kehlsteinen eingehend angekehlt und haben ausgehend gedeckte Kragengebinde. Alle Giebelortgänge haben gut proportionierte Anfang- und Endortgebinde. Die Endorte sind als Endstichorte ausgebildet.
Die Hauptkehle musste im unteren, zu wenig geneigten Bereich mit Metall gedeckt werden.
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Schiefergruben
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