Das Solar-Schiefer-System von Magog bringt vom Neubau des Kindergarten Holthausen Licht in den Stromkreislauf.
Keine Energiequelle ist so umweltfreundlich und unerschöpflich wie die Sonne. Sie ist kostenlos verfügbar, emissionsfrei und schont Ressourcen. Das Solar-Schiefer-System von den Schiefergruben Magog GmbH & Co. KG, ermöglicht auch in unseren Breiten eine beachtliche Energieausbeute durch die aktive Solarnutzung. Das Solar-Schiefer-System ist leicht zu montieren, extrem widerstands- und witterungsbeständig und fügt sich harmonisch in die Dachhaut ein.
Auch in unseren Breiten wirtschaftlich
Magog zeigt mit seinem Solar-Schiefer-System auch, dass sich hohe Funktionalität und Witterungsbeständigkeit ohne weiteres mit baulicher Ästhetik verbinden lassen. Ziel bei der Entwicklung des Solar-Schiefer-Systems war es, die Kleinformatigkeit und Eleganz einer Schiefereindeckung zu unterstreichen. Daher sind die Module des Solar-Schiefer-Systems direkt auf Rechtecke aus Schiefer aufgebracht und man erreicht eine gebäudeintegrierte Schieferdeckung. Das Solar-Schiefer-System kann bei einer nachträglichen Aufdach-Montage genutzt werden und ist zudem ausbaufähig.
Unter dem thermisch gehärteten Spezialglas wandeln Solarzellen das einfallende Licht in Strom um. Der Gleichstrom vom Dach wird anschließend in einem Feldverteilkasten gebündelt und über ein Gleichstromkabel zum Wechselrichter weitergegeben, der dann den Strom in das Stromnetz einspeist. Die Montage und Installation können Dachdecker bis zum Feldverteilkasten einfach vornehmen. Gängig sind Anlagen bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit 10 bis 40 qm Solardachfläche. Damit lässt sich ein beachtlicher Anteil (30 – 80 %) des durchschnittlichen Strombedarfes eines Vier-Personen-Haushaltes decken.
Neubau Kindergarten Holthausen
Am 18. Juli 1974 wurde das Westfälische Schieferbergbau- und Heimatmuseum in Schmallenberg-Holthausen eingeweiht. In dem damals einzigen Schieferbergbaumuseum Deutschlands wird seitdem der Besucher umfassend u.a. über Geschichte, Gewinnung, Verarbeitung und Verwendung des heimischen Materials Schiefer informiert.
Nachdem nun nach 25 Jahren aus dem ehemals eher dörflichen Heimatmuseum eine Institution geworden ist, die weit über die hiesige Region bekannt wurde, begrenzte schon bald das Raumangebot die Ausstellungsmöglichkeit, zumal noch der Holthauser Kindergarten im selben Gebäude untergebracht war.
Durch den Neubau des Kindergartens können die frei gewordenen Räume im Schieferbergbaumuseum nun die Ausstellungsfläche vergrößern.
Der Neubau des Kindergartens mit Gemeinschaftsraum, der den örtlichen Vereinen unter der Federführung des Museumsvereins zur Verfügung steht, fügt sich mit dem original historischen Giebel von 1624 ausgezeichnet in die Museumsumgebung ein. Dadurch wird dokumentiert, dass das Schieferbergbau- und Heimatmuseum anlehnend an das Solar-Schiefer-System zukunftsweisend ausgerichtet ist.
Die erste Referenzanlage des Solar-Schiefer-Systems
Die in Schmallenberg-Holthausen installierte Anlage auf dem neuen Kindergarten speist ab dem 19. April 2000 sauberen Strom ins Netz. Die optimalen Eckdaten des Solar-Schiefer-Systems werden dadurch dokumentiert, dass das System eine Leistung pro qm Fläche von ca. 109,02 Wp erbringt und ca. 9,18 qm pro kWp benötigt werden.
Die 1,4 kWp Anlage auf der Schleppgaube über dem Gemeinschaftsraum mit einer optimalen 35° Dachneigung und einer Süd-Westausrichtung belegt nur eine Dachfläche von knapp 13 qm. Die Anlage besteht aus 180 Modulen, jedes Modul aus vier Solarzellen, wobei der Zellentyp monokristallines Silizium beinhaltet. Die Module weisen einen Wirkungsgrad von ca. 14,1 % auf.
Diese Anlage wird knapp 1000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugen. Finanziert wurde die Anlage durch einen Zuschuss aus dem Programm "Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen" des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Förderung dieser Referenzanlage wurde durch Herrn Bauminister Dr. Vesper am 20.08.1998, während eines Besuches bei den Schiefergruben Magog GmbH & Co. KG, zugesagt.
Kosten
Eine Refinanzierung kommt dem Bauherren nun natürlich auch durch den seit 01.04.2000 in Kraft getretenen Beschluss des Deutschen Bundestages, des im Rahmen "Erneuerbare Energien Gesetz" (EEG), den Strom aus Sonnenenergie mit mindestens 99 PF/kWh zu vergüten, zugute. Dieser Beschluss dürfte wohl der Grundstein für das kommende "Solarzeitalter" sein. Mit der Einspeisevergütung von 99 Pf/kWh und dem 100.000 Dächer-Programm amortisiert sich jetzt eine Solarstromanlage und macht sie auch betriebswirtschaftlich interessant.
Nähere Auskünfte erteilt Ihnen:
Schiefergruben Magog GmbH & Co. KG
Alter Bahnhof 9 – 57392 Bad Fredeburg
Tel.: 02974-9620-0 – Fax: 02974-9620-20