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Altdeutsche Doppeldeckung auch für aktuellen Wohnhausbau (06.05.2002)

Die Altdeutsche Doppeldeckng ergibt eine besonders stabile und funktionsbeständige Schieferdeckung. Die Deckgebinde werden mehr als die halbe Decksteinhöhe überdeckt. Das erklärt den im Vergleich zur herkömmlichen Einfachdeckung höheren Werkstoffaufwand, ist gleichzeitig aber auch ein Hinweis auf unsichtbare Qualität. Eine Referenz für die langzeitbewährte Funktionsbeständigkeit der Altdeutschen Doppeldeckung sind die bezüglich Wind und Wetter nicht gerade zimperlichen Regionen des Hochsauerlandes. Schieferdächer, altdeutsch doppelt, waren hier Lokalkolorit und Markenzeichen.

Heute wird ein altdeutsches Doppeldach besonders dann bevorzugt, wenn Dächer im Bestand nach historischem Befund saniert werden sollen. Dass aber auch modern konzipierte Wohnhäuser mit einem altdeutsch doppelt gedeckten Schieferdach eine gute Figur abgeben, zeigt unser Architekturbeispiel.

Das hier vorgestellte Wohnhaus steht in einer Hanglage, unweit der westfälischen Schieferstadt Schmallenberg. Die Häuser ringsherum haben von jeher ein Schieferdach, viele auch mit Schiefer bekleidete Aussenwände.

Das Dach dieses Hauses hat einen differenten Grundriss, ist durch Anbauten, Grate und Kehlen gegliedert. Die Haupt- und Nebendachflächen haben einen etwa gleich großen Dachneigungswinkel von etwa 30 Grad.

Alle Dachflächen sind mit Fredeburger-Schiefer in Altdeutscher Doppeldeckung gedeckt, die Gebinde längs der Traufen sowie die Deckung der Grate und Firste in Einfachdeckung. Die Deckgebinde sind zwecks erhöhter Sicherheit bei seitlich angreifendem Treibregen rechts oder links gedeckt.

Wegen der geringen Neigung der Kehlsparren wurden auch die Kehlsteine der beiderseits mit Schwärmern an die Deckgebinde angeschlossenen Herzkehlen doppelt gedeckt. Die flach beilaufenden Grate haben einerseits lang gestreckte Anfangortgebinde mit mehreren Zwischensteinen, andererseits über mehrere Deckgebinde gestaffelte Doppelorte.

Ein interessanter Blickfang ist die Bekleidung des Schornsteinkopfes, bei dem Schablonen aus Farbschiefer in das Ornament eingebunden wurden.

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neues Wohnhaus mit Altdeutscher Doppeldeckung

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