Ein Beispiel unserer Qualität

Auszeichnung für Schulbau mit Schieferfassade (01.06.2001)

Der Dachdeckermeister (Kleffmann Verlag)
Im November 2000 wurde vom Bund Deutscher Architekten ein Wettbewerb zur Auszeichnung guter Bauten und städtebaulicher Anlagen, die nach 1996 in Südwestfalen fertig gestellt worden sind, ausgelobt. Die Beurteilungskriterien waren: Einbindung in die städtische Umgebung, Architektur und Gestaltung, Angemessenheit, bezogen auf die Aufgabe, Beitrag zur Entwicklung des Bauens, Umweltverträglichkeit.
 
Bewertet wurden 53 Bauten, von denen schließlich drei wegen ihrer besonderen architektonischen Qualität gleichrangig ausgezeichnet wurden. „Die Auszeichnung", so der Auslober, „soll dazu beitragen, öffentliches Bewusstsein für Qualität im Plunungs- und Bauprozess der Region zu schaffen und Qualitätsmaßstäbe in der zeitgenössischen Architektur zu setzen". Einer der „wegen herausragender baukünstlerischer Leistungen" ausgezeichneten Bauten ist die Städtische Schule für Körperbehinderte in Olsberg-Bigge. Das Projekt der Bochumer Architekten Klein und Neubürger wird in der von BdA in mehreren Städten initiierten „Ausstellung guter Bauten" wie folgt gewürdigt:

Zitat auszugsweise: „Die nicht geringe Baumasse der Schule ist sowohl in Städtebaulicher Hinsicht als auch in ihrer Orientierung klar gegliedert. Die Materialwahl ist auf wenige Elemente beschränkt. Putz und der ortstypische Schiefer stehen in gutem Verhältnis zueinander, unterstreichen die strukturelle Gliederung und tragen zu einem gelungenen Beispiel regional inspirierter Architektur bei, die sich eher an Bauten der klassischen Moderne orientiert, als am Heimatstil". Zitatende.

Die Gesamtanlage besteht aus einem etwa 100 m langen Haupttrakt, zwei Nebenflügeln und einer Sporthalle. Die geometrisch streng gerasterte Architektur hat hinterlüftete Vorhangfassaden mit Schieferbekleidung. Die Unterkonstruktion ist ein justierbares Alu-Trägersystem. Zwischen der aus Kalksandvollsteinen bestehenden Außenwand und der Vorhangfassade sind 100 mm dicke Wärmeplatten und eine 30 mm dicke Luftschicht angeordnet. Für die Außenwandbekleidung hatten die Architekten „aus gestalterischen Gründen" Fredeburger-Schiefer gefordert. Das besondere dieser Schieferfassaden ist die ausschließliche Verwendung von Spitzwinkelschablonen der Größe 29 x 19 cm. Der gleichmäßig gerasterte diagonal linierte Steinverband wurde von den Architekten bereits bei der Planung durch eine dem Schieferformat entsprechende Maßordnung angestrebt. Jede Feldbreite wurde so bemessen, dass alle vertikalen Flächenkanten mit ganzer bzw. halber Steinbreite als vollkantig auslaufende Ortdeckung ausgebildet und auf die Höhe der Einzelflächen in gleichmäßige Gebindehöhen eingeteilt werden konnten.

Magog Schiefer Qualität