Fredeburger Schiefer® im Innenbereich

Fredeburger Schiefer® ist ein sehr schön strukturierter Naturstein, der zahllose, kreative Gestaltungsmöglichkeiten für die individuelle Wohnraumgestaltung bietet: mal verleiht er einem Raum traditionelle Eleganz, mal einen modernen Charakter, mal wirkt er einladend und wohnlich, mal funktionell.

Schiefer ist ein absolut umweltfreundlicher Baustoff, der ohne chemische Zusätze gewonnen und verarbeitet wird und daher von hoher gesundheitlicher Verträglichkeit ist. Die Verwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Wir fertigen nach den Wünschen unserer Kunden Platten in den verschiedensten Formaten für Boden und Wand, Fensterbänke, Treppenstufen, Kaminabdeckungen, Tisch- und Arbeitsplatten u.v.m..

Die Lieferung ist mit spaltrauer oder geschliffener Oberfläche möglich.

 

 

Unterkonstruktion

Der Untergrund für Bodenplatten muss sauber, trocken und frei von Rissen o.ä. Beeinträchtigungen sein. Bauteile, die einer Feuchtigkeitsbeanspruchung unterliegen oder bei denen mit eindringender Feuchtigkeit zu rechnen ist, müssen mit entsprechenden Abdichtungen geschützt werden. Wärme- und Schallschutzmaßnahmen laut DIN 4108 und 4109. Schwimmende Estriche laut DIN 18560. Die Verlegearten und der Aufbau des Untergrundes richten sich nach den bauseitig gegebenen Möglichkeiten.

1.1 Verlegung im Dick- oder Mörtelbett

Der Untergrund ist sorgfältig zu reinigen und im Verlegebereich anzunässen. Die Platten werden in Trasszementmörtel im Mischungsverhältnis 1:4, erdfeucht angesetzt. Wir empfehlen, die Platten auf der Rückseite von Schieferstaub zu reinigen, mit einer Haftemulsion einzureiben, um den Fettgehalt zu binden und eine Verbindung von Mörtel und Schiefer herzustellen. Die Platten sind vollflächig und ohne Hohlräume zu verlegen. Leichte Stärkenunterschiede bei beidseitig spaltrauen Platten können durch Hineindrücken und Ausrichten im Mörtel ausgeglichen werden. Während der Austrocknungszeit darf der Boden nicht begangen werden. Anschlussfugen an andere Bauteile dürfen nur als elastische Fugen von mindestens 5 mm Dicke ausgebildet werden.

Von einer fugenlosen Verlegung ist abzuraten. Aufgrund von Temperaturschwankungen „arbeitet“ das Material Schiefer. Empfohlen werden Fugen von 3-5 mm Breite. Die Fugenbreite sollte der Plattengröße angepasst werden. Zum Verfugen empfehlen wir Trass-Fugmörtel. Bei der Verwendung sind die Angaben des Herstellers zu beachten. Zur Farbangleichung kann Schiefermehl beigefügt werden.

1.2. Verlegung im Dünnbett

Im Vergleich zur Dickbettverlegung kann bei dieser Verlegeart nur ein sehr geringer Höhenausgleich erfolgen. Wir empfehlen daher, die Platten mit egalisierter Unterseite zu verlegen. Es ist unbedingt auf eine ebene Estrichoberfläche zu achten. Durch das Aufbringen einer selbstnivellierenden Ausgleichsmasse können evtl. Unebenheiten ausgeglichen werden. Zum Verkleben auf Zementestrich empfehlen wir „Flex-Fliesenkleber“. Die Verlegeanweisungen des Herstellers sind zu beachten.

Von einer fugenlosen Verlegung ist abzusehen, die Fugenbreite sollte 3-5 mm betragen. Die Fugenbreite sollte der Plattengröße angepasst werden. Auszufugen ist mit Flex-Fugmörtel.

1.3. Verlegung auf Fußbodenheizung

Schiefer eignet sich gut zur Verlegung auf einer Fußbodenheizung, da er ein guter Wärmespeicher ist. Vor der Verlegung muss die Fußbodenheizung anhand eines Heizprotokolls über mehrere Tage aufgeheizt werden, dabei die Temperatur täglich höher einstellen bis zum Maximum. Dann muss sie stufenweise abgesenkt werden bis zum Minimum, um die Spannungen im Fußboden abzubauen. Bei der Verlegung der Platten muss der Unterbau wieder vollständig erkaltet sein.

Schiefer kann auf allen Fußbodenheizungs-Systemen verlegt werden, Unterbau jeweils Zementstrich mit AKS-Gittern. Verlegung im Dick- o. Dünnbett wie vor beschrieben.
Die Dehnungsfugen des Estrichs werden übernommen.

Von einer fugenlosen Verlegung ist abzusehen, die Fugenbreite sollte 3-5 mm betragen. Die Fugenbreite sollte der Plattengröße angepasst werden. Auszufugen ist mit Flex-Fugmörtel.

1.4. Verlegung als Wandverkleidung oder Sockelleiste

Schiefer-Wandverkleidungen oder Sockelleisten können wie Bodenplatten mit Flex-Fliesenkleber angebracht werden.

Wir empfehlen folgende Vorgehensweise: Platten an der egalisierten Unterseite von Schieferstaub reinigen, Flex-Fliesenkleber an der Wand auftragen, eine dünne Schicht auf die Unterseite der Platte auftragen (Buttering-Verfahren), Platte fest andrücken. Eine Plattenstärke von 10 mm ist ausreichend. Die Fugenbreite ist der Plattengröße anzupassen. Es ist sinnvoll, nicht zu große Flächen auf einmal zu verlegen. Beim Anbringen von Schiefer an Gipsputz-Wänden sollten diese auf jeden Fall mit einem Haftgrund vorbehandelt werden.

2. Reinigung und Pflege

Direkt nach der Verlegung ist die Oberfläche mit einem Zementschleierentferner zu reinigen. Im Handel gibt es Produkte von verschiedenen Herstellern. Grundsätzlich kann die Schiefer-Oberfläche unbehandelt bleiben. Als Dauerpflege reicht die Behandlung mit haushaltsüblichen Pflegemitteln aus. Ganz wichtig ist, Pflegemittel nur äußerst sparsam zu verwenden, damit diese sich nicht als graue Schlieren in der Oberfläche absetzen. Den Boden dann trocken wischen.

Wünscht man jedoch eine Pflegeerleichterung oder Farbverstärkung, kann der Belag mit entsprechenden Produkten behandelt werden. Für den Küchen- und Badbereich sollten spezielle Pflege- u. Reinigungsprodukte verwendet werden, da hier mit Fleckbildung zu rechnen ist. Alle diese Schutzbehandlungen dürfen nur auf gereinigten und völlig ausgetrockneten Flächen verwendet werden. Die Gebrauchsanweisungen des Herstellers sind zu beachten. Auf keinen Fall sollten ätzende, wachshaltige oder schichtbildende Mittel verwendet werden.

3. Verlegemöglichkeiten

Schiefer als Bodenbelag kann auf die unterschiedlichste Weise verlegt werden. Die bewährtesten Möglichkeiten führen wir Ihnen auf:

3.1. Überlängenverband

- in einer oder verschiedenen Bahnbreiten von 15 – 50 cm, auf 5 cm abgestuft
- in anfallenden Werkslängen

3.2. Rechteckverband

- in abgepassten Werkslängen (feste Größen), symmetrisch verlegt, o. als Überlängenverband (englischer Verband) o. Wechselverband

3.3. Quadratverband

- in Seitenlängen von 15 – 50 cm, gerade oder diagonal verlegt
- in 2 Größen als versetzter Quadratverband

4. Innenfensterbänke

Als Standardausführung ist die Oberfläche der Innenbänke spaltrau, die Sichtkanten und Köpfe sind geschliffen und gefast. Selbstverständlich ist aber auch eine geschliffene Oberfläche möglich.

5. Treppenstufen

Treppen aus Schiefer sind dauerhaft und strapazierfähig. Treppenstufen werden aus Gründen der Rutschfestigkeit überwiegend mit spaltrauer Oberfläche geliefert. Die Vorderkanten der Trittstufen und je nach Konstruktion der Treppe werden auch die Köpfe geschliffen und gefast. Die Standardstärke für Trittstufen beträgt 3 cm, andere Stärken sind aber natürlich möglich.

Setzstufen haben eine Standardstärke von 2 cm. Bei gewendelten Treppen und Rundungen erfolgt die Fertigung nach Schablonen.

6. Abdeckplatten

Schiefer als Baustoff für die vielfältige Raumgestaltung bietet zahlreiche Möglichkeiten für die außergewöhnliche Raumgestaltung:

- als Tischplatte nach Ihren Wünschen

- zur Gestaltung von Kaminen und Öfen

- Abdeckplatten für Küche und Bad?  und vieles mehr.

Bitte fragen Sie objektbezogen bei uns an.

 

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