Umbau

Neu durch Umbau

Die dem historischen Kloster Grafschaft angeschlossene Wohnanlage St. Elisabeth besteht aus zwei mehrgeschossigen Gebäuden und einem Zwischentrakt. Die mit Fredeburger Schiefer gedeckte Wohnanlage steht inmitten einer heilklimatischen Landschaft. Architekt: Hermann-Josef Jürgens, Meschede-Wennemen.
Nahe der westfälischen Kreisstadt Schmallenberg entstand auf dem Gelände des historischen Klosters Grafschaft eine hochmoderne Seniorenwohnanlage mit dreißig Wohnungen. Die aus zwei mehrgeschossigen Gebäuden und einem Zwischentrakt bestehende Wohnanlage St. Elisabeth entstand durch Umbau und Erweiterung der ehemaligen, zum Kloster gehörenden Schwesternschule.

Das Gebäude wurde entkernt und das bisher nicht ausgebaute Dachgeschoss durch Trennwände, bestehend aus einem Profilsystem mit Mineralwolleausfachung und beiderseitiger Beplankung aus Gipskarton-Feuerschutzplatten, in Wohneinheiten gegliedert.

Die aus Asbestzement-Dachplatten bestehende Altdeckung samt Dachschalung wurde abgetragen und die vorhandene Sparrendachkonstruktion durch Einbau von Stahlträgern statisch gesichert.
Dächer aus westfälischem Schiefer prägen den Denkmalbereich und dessen gebaute Umgebung. Ein Synnonym der Dacharchitektur ist die mit unterschiedlich großen Schiefern ausgeführte Altdeutsche Deckung.
Die Gebäude hatten bisher eine innen liegende Dachrinne mit innen heruntergeführten Regenfallrohren. Zwecks Aufwertung der Dacharchitektur erhielten die Gebäude einen holzkonstruktiven Dachüberstand. Dieser besteht aus 30 cm über die Außenwand vorkragenden Beisparren und einem Gesimskasten mit vorgehängter halbrunder Dachrinne und Traufblech. Die Versorgung des Dachgeschosses mit Tageslicht und der Zugang ins Freie erfolgt durch Schleppgauben oder Loggien. Konstruktionsbedingt und zwecks Optimierung der Durchblickhöhe ist die Stirnfläche der Gauben zurückgesetzt. Die sich dadurch vor der Stirnfläche ergebende Brüstungsfläche ist durch eine Gefällestufe an die Hauptdachfläche angeschlossen und mit Kupferblech in einfacher Stehfalzdeckung regensicher abgedeckt.

Die Dächer sind eine belüftete Konstruktion mit Firstentlüftung durch Lüfterelemente. Zwischen den Sparren ist eine 18 cm dicke Wärmedämmung aus mineralischem Faserdämmstoff eingepasst und an der Sparrenunterseite eine Dampfsperre luftdicht verlegt. Die raumseitige Bekleidung besteht aus einer waagerecht verlegten Traglattung 4/6 cm mit Dämmstoffausfachung und Gipskarton-Feuerschutzplatten. Auf der Außenseite des Dachtragwerks sind eine 24 mm dicke Fichtenschalung und diffusionsoffene, aus Polyestervlies mit Dispersionsbeschichtung bestehende Schalungsbahnen verlegt.
Teilflächen der Giebelwände haben eine kleinformatige Außenwandbekleidung aus Schiefer auf Holzunterkonstruktion mit Dämmstoffausfachung.
Die Dachdeckung der 30 geneigten Hauptdachflächen wurde in Altdeutscher Deckung ausgeführt. Die Decksteine haben normalen Hieb und eine der Dachneigung angemessene Größe. Die Giebelortgänge sind als Anfangund Endorte auf holzkonstruktivem Dachüberstand ausgebildet. Die Dächer der Schleppgauben haben konstruktionsbedingt eine geringere Neigung als in den Fachregeln zugestanden. Diesbezügliche Bedenken wurden dem Auftraggeber der Dachdeckungsarbeiten rechtzeitig mitgeteilt. Vorsorglich erhielten die Gaubendächer eine Vordeckung aus Bitumenschweißbahnen und eine Altdeutsche Doppeldeckung
Die Wohnanlage entstand durch Umbau älterer Gebäude. Der Einbau von Loggien und zurückgesetzten Schleppgauben bewirkt eine starke Differenzierung der Dacharchitektur. Auch schwierige Verschneidungen konnten mit Schiefer in Altdeutscher Deckung architekturkonform detailliert werden.
Die Giebelwände erhielten teilflächig eine Außenwandbekleidung aus Schiefer auf Holzunterkonstruktion mit Dämmstoffausfachung.

Für die Schieferdeckung der Wohnanlage wurde Fredeburger Schiefer verwendet. Das ist in der Umgebung der Wohnanlage kein Novum. Alle Gebäude des historischen Klosters Grafschaft sowie die dem Denkmalbereich angeschlossenen Gebäude für medizinische Versorgung sind mit westfälischem Schiefer gedeckt. Die gesamte Schieferdachfläche des Ensembles wird auf etwa fünfzehntausend Quadratmeter geschätzt. Die älteste Dachdeckung des Klosters ist eine Altdeutsche Dopppeldeckung.
Die Stirnfläche der Schleppgauben wurde konstruktionsbedingt zurückgesetzt. Die sich vor der Gaubenstirnfläche ergebende Brüstungsfläche wurde mit einer Gefällestufe ausgebildet und mit Kupferblech in einfacher Stehfalzdeckung abgedeckt.
zurück
Bookmark and Share

Schiefergruben
Magog GmbH & Co. KG
Bad Fredeburg
Alter Bahnhof 9
D-57392 Schmallenberg
Tel.: (02974) 96 20 - 0
Fax: (02974) 96 20 - 20
eMail: info@magog.de